Zuschüsse

Richtlinien

zur Vergabe von Fördermitteln und Zuschüssen an verbandszugehörige Kreise und Mitglieder 

Aufgrund der gesetzten finanziellen Spielräume sowie im Blick auf einen wirksamen und allen Mitgliedern des Saarländischen Chorverbandes (SCV) gerecht werdenden Einsatz der zugewiesenen bzw. erwirtschafteten geldlichen Mittel beschließt der Gesamtvorstand des SCV gemäß § 15 Abs. 5, 6. Spiegelstrich der Satzung des SCV am 29. Mai 2017 folgende Zuschussrichtlinien:

§ 1 Allgemeine Voraussetzungen der Förderung

  1. Der SCV kann Maßnahmen seiner Kreischorverbände und der diesen angehörenden Mitglieder finanziell fördern.
  2. Eine finanzielle Förderung – auf die jedoch kein Rechtsanspruch besteht – ist nur zu gewähren, wenn Gemeinnützigkeit vorliegt, wenn sich die Antragsteller zu den Zielen des SCV bekennen und sich aktiv an dessen Aufgaben beteiligen. Hierbei wird zumindest eine regelmäßige Teilnahme an den satzungsmäßigen Versammlungen des Saarländischen Chorverbandes erwartet.
  3. Gefördert werden solche Maßnahmen, die der Erfüllung satzungsgemäßer Zwecke dienen.
  4. Hierzu zählen bei den Kreischorverbänden vor allem:
    1. Fortbildungsveranstaltungen für Chorleiter/innen
    2. Fortbildungsmaßnahmen für Funktionsträger/innen,
    3. Chorische Stimmbildung,
    4. Konzerte.
  5. Hierzu zählen bei den Chören vor allem:
    1. Kompaktproben,
    2. Chorische Stimmbildung,
    3. Konzerte,
    4. Zuschüsse für Kinder- und Jugendchöre.
  6. Für Maßnahmen und Veranstaltungen nach Abs. 4 Nr. 1 bis 3 und Abs. 5 Nr. 1 und 2 sind nur solche Dozenten und Dozentinnen zu verpflichten, die hinsichtlich der zu behandelnden Themen ausgewiesenermaßen kompetent sind. Entweder sind Dozenten aus der Dozentenliste des SCV zu wählen oder die Qualifikation ist anderweitig durch Qualifikationsnachweis zu belegen.
  7. Zuschüsse zur Förderung der genannten Maßnahmen werden auf Antrag gewährt. Antrag (formloses Anschreiben) und Kostenvoranschlag sind unmittelbar an die Geschäftsstelle des SCV zu richten und müssen dieser mindestens 6 Wochen vor Beginn der Maßnahme vorliegen. Für Kostenvoranschläge und Verwendungsnachweise sind die entsprechenden Formulare des Verbandes zu verwenden.
  8. Über alle Anträge entscheidet der Gesamtvorstand nach Anhörung – außer § 1 Abs. (4) Nr. 2 – des Musikausschusses. Der Gesamtvorstand kann seine Entscheidungsbefugnis auf den Präsidenten/die Präsidentin, einen/eine der Vizepräsidenten/innen oder den/die Bundesschatzmeister/in übertragen; in Zweifelsfällen entscheidet immer der Gesamtvorstand. Der Musikausschuss kann seine Befugnis einem von ihm zu benennendem Mitglied übertragen
  9. Zuschussanträge, die den Richtlinien nicht entsprechen oder denen aus sonstigen Gründen nicht stattgegeben werden soll, sind vor Erteilung des Ablehnungsbescheides dem Gesamtvorstand zur Kenntnis zu bringen.
  10. Die Förderung eines Mitgliedchores ist maximal zweimal jährlich möglich.
  11. Eine Auszahlung der Zuschüsse erfolgt erst nach Vorlage aller Nachweise. Die Verwendungsnachweise sind innerhalb von vier Wochen nach Abschluss der zu bezuschussenden Maßnahme vorzulegen; geschieht dies nicht, kann der Zuschuss verweigert werden.
  12. Der Gesamtvorstand kann in begründeten Einzelfällen Ausnahmen hinsichtlich dieser Regelungen zulassen. Er kann in begründeten Einzelfällen Sonderzuschüsse für Maßnahmen gewähren, die in den Richtlinien nicht aufgeführt sind.
  13. Der Gesamtvorstand erhält vierteljährlich über die ausgezahlten  Zuschüsse eine Auflistung mit Antragsteller, Zweck und Höhe des Zuschusses.

§ 2 Fortbildungsveranstaltungen für Chorleiter/innen sowie Fortbildungsmaßnahmen für Funktionsträger/innen in den Kreischorverbänden 

  1. Es sind im Einzelnen nachzuweisen:
    1. ein detaillierter Arbeitsplan,
    2. die Namen und Anschriften der Dozenten/Dozentinnen,
    3. entweder sind Dozenten aus der Dozentenliste des SCV zu wählen oder die Qualifikation ist anderweitig durch Lebenslauf und weitere Nachweise zu belegen.
  2. Es werden folgende Zuschüsse gewährt:
    1. an zwei Tagen für Übernachtung/Verpflegung pro Teilnehmer/in 50% der von der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler insoweit festgesetzte Kosten,
    2. an einem Tag für Verpflegung pro Teilnehmer/in 8,00 €,
    3. zur Hälfte die Kosten für Miete von Unterrichtsräumen und Instrumenten,
    4. für Dozent/in 26,00 € pro Stunde, zuzüglich Fahrtkosten (0,30 €/km). 

§ 3 Kompaktproben der Chöre 

  1. Kompaktproben dienen zum einen der Vorbereitung von außergewöhnlichen musikalischen Projekten wie Wertungs- und Leistungssingen, Chorwettbewerben oder Konzerten; zum anderen dienen sie besonderen chorerzieherischen, vor allem stimmbildnerischen Maßnahmen. Neben dem/der eigenen Chorleiter/in kann ein/eine Stimmbildner/in, ein/eine Korrepetitor/in, ein/eine Chorleiter/in je nach Ziel der Kompaktprobe mitwirken. Kompaktproben müssen zusammenhängend mindestens auf vier volle Schulstunden des gesamten Chores angesetzt werden. Die Kompaktprobe besteht aus maximal zwei Tagen, die allerdings nicht aufeinanderfolgen müssen und kann maximal mit 8 Schulstunden pro Tag bezuschusst werden.
  2. Es sind im einzelnen nachzuweisen:
    1. ein detaillierter Arbeitsplan,
    2. eine Literaturliste,
    3. die Namen und Anschriften der Dozenten/Dozentinnen,
    4. Lebenslauf und Qualifikationsnachweis der Dozenten, sofern sie nicht in der Dozenten/Dozentinnen-Liste des SCV aufgeführt sind,
    5. eine Liste der aktiven Teilnehmer/innen (mit Unterschriften)
  3. Es werden folgende Zuschüsse gewährt:
    1. Zur Hälfte die Kosten für Miete von Unterrichtsräumen und Instrumenten, maximal 25,00 € pro Tag,
    2. für Dozent/in 15,00 € pro Schulstunde, nicht mehr aber als 8 Schulstunden pro Tag.
  4. Für Kinder-und Jugendchöre werden außerdem folgende Zuschüsse gewährt:
    1. für Verpflegung pro Teilnehmer/in 8,00 € pro Tag,
    2. die Fahrtkosten zu 100%, maximal 0,10 € pro Person und km Wegstrecke, nicht jedoch eine weitere Strecke als bis zur Landesakademie in Ottweiler.

§ 4 Chorischer Stimmbildung in den Kreischorverbänden und Chören 

  1. Es sind im einzelnen nachzuweisen:
    1. ein detaillierter Arbeitsplan,
    2. die Namen und Anschriften der Stimmbildner/innen,
    3. Lebenslauf und Qualifikationsnachweis der Stimmbildner, sofern sie nicht in der Dozenten/Dozentinnen-Liste des SCV aufgeführt sind,
    4. eine Liste der aktiven Teilnehmer/innen (mit Unterschriften).
  2. Es werden folgende Zuschüsse gewährt:
    für maximal zwölf Unterrichtsstunden im Jahr je 15,00 € pro Stunde für einen externen Stimmbildner.

§ 5 Konzerte der Kreischorverbände und der Chöre  

  1. Konzerte müssen repräsentativen Charakter haben. Dies kann ein besonderer Anlass (Chor- oder Dirigentenjubiläum) oder ein außergewöhnliches musikalisches Anliegen (Konzert mit Orchester und Solisten) oder ein Konzert sein, dessen Ideenreichtum und Aufwand aus musikalischer und künstlerischer Sicht die gewohnten Erwartungen übersteigen. Das Konzertprogramm muss in jedem Fall musikalisch ausgewogen und niveauvoll sein. Als Chorjubiläum wird anerkannt: 25, 50, 60, 70, 75, 80, 90, 100, 110, 120, 125, 130 und alle folgenden 10 Jahre.
  2. Es sind im Einzelnen nachzuweisen:
    ein Konzertprogramm, aus dem Literatur und Ausführende ersichtlich sind.
  3. Es werden folgende Zuschüsse gewährt:
    die Hälfte des nachgewiesenen Defizits aus allen Einnahmen und angemessenen Ausgaben; höchstens 1.000,00 €.
  4. Für Benefizkonzerte und Konzerte, bei denen auf Eintritt oder Spenden verzichtet wird, werden keine Zuschüsse gewährt.  

§ 6 Starthilfe für neue Chöre

  1. Für neue Chöre wird eine Starthilfe in Höhe von 300,00 € gewährt

§ 7 Kinder- und Jugendchöre 

  1. Die Kinder- und Jugendchöre müssen den Kreischorverbänden jährlich ihren Bestand und eine erkennbare konzertante Aktivität nachweisen. Es findet eine regelmäßige Überprüfung durch die Kreischorleiter statt. Diese melden die zu fördernden Chöre dem SCV weiter. Die Starthilfe wird frühestens nach einem halben Jahr nachgewiesener Tätigkeit gewährt.
  2. Es werden folgende Zuschüsse gewährt:
    • monatlicher Zuschuss von 70,00 €.

§ 8 In-Kraft-Treten

Die Richtlinien treten mit Wirkung vom 29.05.2017 in Kraft. Bis zum 28.05.2017 gestellte Anträge werden nach den bisher gültigen Richtlinien entschieden.